Die neue Touren-App für das Saarland                                            Für Wanderer und Radfahrer gibt es im Saarland jetzt einen nützlichen digitalen Begleiter. Die Saarland Touren-App für iPhones und Android-Smartphones ermöglicht den Zugriff auf die umfangreiche Touren-Datenbank der Tourismus Zentrale Saarland (TZS). Möglich wurde dies durch eine Kooperation mit dem Wochenspiegel-Verlag und der Alpstein Tourismus GmbH & Co.KG. Alle Inhalte, die von der TZS zu Aktivthemen wie Wandern und Radfahren erstellt wurden, können nun über die mobilen Endgeräte abgerufen werden. Mit der neuen Touren-App können Fans guter Wander- und Radwege zukünftig schon bei der Planung ihrer Tour Zeit und Geld sparen. Ist die kostenlose App erst einmal auf dem mobilen Endgerät installiert, kann man diese auch jederzeit für spontane Touren nutzen. Alle Wander- und Radrouten werden mit ausführlichen Beschreibungen, einem Höhenprofil und Bildern angezeigt. Zudem werden die Sehenswürdigkeiten und Gastronomiebetriebe am Weg eingeblendet. Herzstück der App sind die topographischen Wanderkarten im Maßstab 1:25.000. Die stufenlos zoombaren digitalen Karten ermöglichen eine perfekte Orientierung. Durch die integrierte GPS-Positionsanzeige sieht man „draußen“ immer, wo man sich befindet und kann sich somit jederzeit auf der Strecke orientieren. Wichtig ist, dass die Touren-App auch offline, d.h. komplett ohne Mobilfunkanbindung nutzbar ist, denn nicht überall hat man einen sicheren Netzempfang. Eine besondere Funktion der iPhone-App ist der integrierte „Mängeldetektiv“. Er ermöglicht es den Nutzern, unkompliziert von unterwegs Wegeschäden, fehlende Schilder, etc. direkt an die TZS zu melden. Dazu macht der Nutzer ein Foto der betroffenen Stelle und schreibt eine kurze Notiz dazu. Per Knopfdruck wird die Nachricht direkt an das Wegemanagement übermittelt. Wer GPS eingeschaltet hat, übermittelt die Geokoordinaten automatisch mit. Die TZS bearbeitet die Meldung im Rahmen ihres Qualitätsmanagements und sorgt soweit möglich für die Behebung der Mängel.          Die neue Saarland Touren-App steht kostenlos im Apple iTunes-Store und für alle Smartphone-Nutzer mit Andoid-Betriebssystem im Google Play Market zum Download bereit.

Tourismus Zentrale Saarland GmbH

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JA zum Alter!


Erklärung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und ihrer 110 Mitgliedsorganisationen zum Abschluss des 10. Deutschen Seniorentages  „Hamburger Erklärung“


Die in der BAGSO zusammengeschlossenen Organisationen setzen sich für ein selbstbestimmtes, aktives und engagiertes Älterwerden in sozialer Sicherheit ein. Sie sind überzeugt, dass die Teilhabe älterer Menschen dem Einzelnen, aber auch der gesamten Gesellschaft zugutekommt. In einer Gesellschaft, die nicht nur älter wird, sondern auch schrumpft und „bunter“ wird, kann die von vielen Älteren prak-tizierte Solidarität mit allen Generationen Vorbild sein. Sagen wir also JA zu einem Älterwerden in einer Gesellschaft für alle!

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Barrierefrei mobil sein – Saarbahn stellt neues Informationsangebot im Internet vor
Die Saarbahn GmbH hat auf ihrer Internetseite ab sofort einen Servicebereich rund um das Thema Barrierefreiheit eingerichtet. Unter www.saarbahn.de/barrierefrei finden Fahrgäste, die in ihrer Mobilität eingeschränkt, sehbehindert, blind oder gehörlos sind, wichtige Informationen zur Nutzung des ÖPNV im Großraum Saarbrücken.
Fahrgäste, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, benötigen barrierefreie Haltestellen, stufenlos zugängliche Fahrzeuge oder reservierte Sitzplätze. Großformatige Liniennetzpläne, Rillenplatten und Aufmerksamkeitsfelder oder akustische Ansagen erleichtern sehbehinderten, blinden oder gehörlosen Personen die Orientierung.

Um die Dienstleistungen der Saarbahn GmbH zu verbessern, werden die Service- und Informationsangebote in Bussen und Saarbahnen sowie an den Haltestellen und auf der Website kontinuierlich ausgebaut.

Auf den Webseiten des Unternehmens unter www.saarbahn.de/barrierefrei wurden umfangreiche Informationen zum Thema barrierefreies Reisen mit Bus und Saarbahn im Großraum Saarbrücken zusammen gestellt. So gibt es z. B. Ausführungen zur Barrierefreiheit in den Fahrzeugen, zu Kommunikations- und Informationssystemen und Tipps zur Nutzung von Bussen und Saarbahnen.

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Behindertenverbände fordern mehr Inklusion in allen Bereichen

Saarbrücken. Mehrere Interessenvertretungen von Menschen mit Handicaps haben die neue Landesregierung aufgefordert, in den Bereichen Bildung und Barrierefreiheit behinderten Menschen eine umfassende Teilhabe zu ermöglichen. Unter anderem Vertreter des Vereins Miteinander Leben Lernen (MLL), des VdK Saar und der Landesvereinigung Selbsthilfe stellten jetzt entsprechende Vorschläge vor. Anlass war die vor drei Jahren in Deutschland in Kraft getretene UN-Behindertenrechtskonvention. Im Sinne des Übereinkommens zielt Inklusion auf die vollständige und gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen ab.

Auf dem Weg zu inklusiven Regel-Kindertagesstätten und Regel-Schulen müsse man diese mit qualifiziertem Fachpersonal ausreichend ausstatten, sagte das Mitglied der MLL-Geschäftsführung, Traudel Hell. Wichtig sei auch, dass die zuständigen Ministerien (Bildung und Soziales), unter Einbeziehung der Jugendhilfe, enger als bisher zusammenarbeiten. „Was die frühere Landesregierung in Sachen schulische Bildung angegangen ist, muss unbedingt beibehalten und weiterentwickelt werden“, erklärte Ilse Blug von der MLL-Geschäftsführung. Kommunale Behindertenbeauftragte, wie zum Beispiel Annette Pauli von der Gemeinde Mandelbachtal, übten Kritik an den Mängeln im Gesundheitswesen und den geringen Einflussmöglichkeiten mit Blick auf die Barrierefreiheit von öffentlichen und privaten Gebäuden. „Kliniken und Arztpraxen sind nicht auf die Bedürfnisse behinderter Menschen eingestellt. Eine freie Arztwahl gibt es für uns nicht“, kritisierte Pauli.

Artikel aus der SZ 2.4.2012 - bera

Foto LV.Selbsthilfe e.V/Manfred Steuer

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Was ältere Saarbahn- und Busnutzer wollen und brauchen


Im Rahmen des Forschungsprojektes „Mobia – Mobil bis ins Alter“ verschicken die Saarbahn GmbH und ihre Partner Fragebögen
Ältere Menschen mit ihren Anforderungen an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) stehen im Mittelpunkt des auf drei Jahre angelegten Projektes „Mobia – Mobil bis ins Alter“. Um mehr über die Bedürfnisse dieser Zielgruppe zu erfahren, startet die Saarbahn GmbH mit ihren Projektpartnern eine Umfrage.
Saarbrücken. Rund 1000 Kunden der Saarbahn GmbH erhalten in Kürze einen Fragebogen, der vom Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft (iso) in Saarbrücken im Rahmen des auf insgesamt drei Jahre angelegten Forschungsprojektes „Mobia – Mobil bis ins Alter“ erarbeitet wurde.

Gemeinsam mit anderen Projektpartnern will die Saarbahn GmbH durch „Mobia“ älteren Menschen die Nutzung von Bus und Saarbahn in Saarbrücken erleichtern. Im Zentrum stehen der Einsatz von Mobilitätslotsen und die Entwicklung einer altersgerechten Informations- und Kommunikationsplattform. Damit dies alles den Bedürfnissen der Zielgruppe gerecht wird, fragt das iso-Institut nach dem persönlichen Mobilitätsverhalten: Wann, wie häufig und aus welchen Gründen wird beispielsweise der ÖPNV genutzt?


Wo gibt es Hindernisse?
Außerdem geht es um Erfahrungen der Fahrgäste im Hinblick auf die vorhandenen Mobilitätsbarrieren: Wie sind Haltestellen erreichbar, wie sind sie ausgestattet? Auch werden unter diesem Punkt die Sicherheit in Bus und Saarbahn, die Fahrpläne und das Tarifsystem behandelt.

Weiterhin wird gefragt, welche Erwartungen die älteren Fahrgäste mit dem Einsatz der Mobilitätslotsen verbinden und, wie ihre Einstellungen zu den modernen Informations- und Kommunikationstechniken und deren Funktionen sind – im Hinblick auf mögliche Anwendungen im Öffentlichen Personennahverkehr in Saarbrücken.

Damit die Umfrage möglichst stichhaltige und repräsentative Ergebnisse hervorbringt, bittet die Saarbahn GmbH ihre Kunden, sich die Zeit zu nehmen und den Fragebogen auszufüllen. Nur so, heißt es in der Pressemitteilung, könnten im Anschluss Angebote entwickelt werden, die auch tatsächlich den Bedürfnissen älterer Menschen entsprächen. red

mobia-saar.de

Auftakt eines 2,4-Millionen-Euro-Projektes, das helfen soll, Bus- und Bahnfahren attraktiver zu machen                                „Mobia - Mobil bis ins Alter“ heißt ein Projekt der Saarbahn GmbH, das von der Bundesrepublik gefördert wird. Dabei will die Saarbahn erstens die Wünsche ihrer Fahrgäste kennenlernen und zweitens neue Fahrgäste gewinnen – speziell Senioren.

Saarbrücken. Wer 1000 dicke Fragebögen an seine Kunden verschickt und 200 ausgefüllt zurückbekommt, der darf sich glücklich schätzen: Solch eine „Response“-Quote gilt als außergewöhnlich hoch und deutet auf einen guten Draht zu den Leuten hin. Und so ist der Absender, die Saarbahn GmbH, denn auch bester Dinge, dass ihr vom Bund gefördertes Projekt „Mobia - Mobil bis ins Alter“ einen erfreulichen Fortgang nimmt. Die Befragung der Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ist nur der Auftakt des auf drei Jahre angelegten Forschungsprojektes.

 Man will herausfinden, was die Menschen an den Saarbrücker Bussen mögen und was sie vermissen. Übrigens werden auch Nichtnutzer des ÖPNV, etwa Altenheimbewohner, um ihre Meinung gebeten, um sie als Kunden gewinnen zu können. Wie Projekt-Sprecher Manfred Backes bei einem Redaktionsbesuch unserer Zeitung erläuterte, geht es darum, der „interessanten Zielgruppe“ der älteren Menschen die Nutzung von Bussen und Saarbahn schmackhaft zu machen und zu erleichtern.                                                            Das könne man umso besser, je mehr man über ihre Wünsche wisse. Wie der leitende SZ-Redakteur Alexander Will dem Gast erläuterte, träfen bei der Zeitung oft Beschwerden über mangelnde Sicherheit in Bus und Bahn ein. Backes hielt entgegen, dass das Sicherheitsgefühl der Menschen nicht immer der tatsächlichen Lage entspreche. Spätestens mit dem 2010 eingesetzten Sicherheitsdienst seien Busse und Bahn „die sichersten Verkehrsmittel überhaupt“.                                                                                      Sage und schreibe 700 Bushaltestellen gibt es im Saarbrücker Netz. Sie alle irgendwann einmal barrierefrei zu haben, gilt als Fernziel, ist aber teuer und langwierig. Innerhalb der drei Projektjahre, für die 2,4 Millionen Euro zur Verfügung stehen, sind deshalb zwei andere Schwerpunkte gesetzt: Das Unternehmen bringt 15 sogenannte Mobilitätslotsen auf die Straße. Es handelt sich um lohnsubventionierte Bürgerarbeiter, die an zentralen Haltestellen Älteren und Gehandicapten behilflich sind, also eine „soziale Dienstleistung“ (Backes) anbieten.

Wie Saarbahn-Sprecherin Sarah Schmitt sagte, kämen diese Lotsen bereits nach wenigen Tagen sehr gut an und seien auch „super motiviert“. Die Lotsen unterstützen beim Ein- und Aussteigen, geben Fahrplanauskunft und wissen auch, wie man Fahrkartenautomaten bedient. Was die meisten Zeitgenossen wohl nicht wissen: Wenn ein Behinderter beim Betreten des Busses Hilfe benötigt, muss unter Umständen der Fahrer den Motor abstellen, den Platz verlassen, vorher noch sein Geld sichern und eine kleine Rampe ausklappen. Wäre ein Lotse am Ort, würde dasselbe ohne Verzögerung im Fahrplan abgehen. Komponente zwei des Projektes ist die Informations- und Kommunikationstechnik, mit der das Verkehrsunternehmen und seine Wunschkunden in Verbindung treten könnten.                                                                                                            Ob das einfach zu bedienende Handys oder Apps oder sonstige Endgeräte sein werden, das sei noch nicht abzusehen, erklärte Backes.                                                                         Mit im Boot sind jedenfalls kluge Menschen von Institutionen und Firmen. Handfest ist dagegen schon das Vorhaben, im Herbst Genuss- und Ausflugstouren mit dem ÖPNV anzubieten, und zwar gemeinsam mit dem Verein Geographie ohne Grenzen. Sogar eine Brauereibesichtigung soll im Angebot sein.

Von SZ-Redakteur

Peter Wagner